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  Издања

  "Serben in Leipzig"

Наслов:
"Serben in Leipzig"

Aутор:
Dušan Ivanić

Број страна: 227

Цена: 600,00 рсд

Наручивање

Опис:
Der Anlass für das Buch „Serben in Leipzig“ ist eng mit dem Umstand verbunden, dass Serbien Ehrengast der Leipziger Buchmesse 2011 ist. Und wie der Lauf der Welt so geht, hat die Göttin der Erinnerung die Stadt Leipzig, mit seinen Institutionen und Menschen, als bedeutenden Ort der serbischen Kultur und der deutsch-serbischen Beziehungen, wiederbelebt. Diese Beziehungen haben sich im Geflecht der scheinbar unvorhersehbaren, historischen Gelegenheiten, sowohl von deutscher wie auch von serbischer Seite, verwirklicht. Die Einen haben die Stadt zu einem Zentrum des deutschen Buchdrucks, der Bildung, der Literatur und des Handels erhoben; die Anderen haben Serben vom Balkan aus dem osmanischen Zarenreich in den mitteleuropäischen geopolitischen Kulturraum eingeführt. Zuvor waren die Serben in diesem Raum nur an einigen Orten vertreten, aber bereits im ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts, nach der großen Völkerwanderung unter der Führung von Arsenije Čarnojević (1690) aus den Gebieten des Kosovo und der Šumadija in die Länder der österreichischen Monarchie, bewohnen die in Gruppen zerstreuten Serben große Gebiete bis nach Budina und Komorn in der heutigen Slowakei. Mitte des 18. Jahrhunderts etablieren der serbische Klerus sowie gebildete Persönlichkeiten Beziehungen zu den deutschen Universitätszentren, vor allem zu der Universität Halle. An dieser Universität wurden sie auch in die protestantische Tradition eingeweiht, die (im Unterschied zur katholischen Kirche) nicht den orthodoxen Glauben, an dem sich das serbische Volk orientierte, bedrohte. Auch wirkte sich auf diese Beziehung die Verbindung der Universität Halle mit den Russen und den protestantischen Slowaken und deren sehr guten Rufs nach aufklärerischen Reformbestrebungen in dem damaligen Milieu, aus. (Dositej Obradović immatrikulierte sich nicht zufällig an der Universität Halle.) Historisch lässt sich nicht genau feststellen, wann die Beziehungen zwischen den Serben und der Stadt Leipzig begannen. Sie könnten schon im Mittelalter bestanden haben, in der Zeit der serbischen Dynastie der Nemanjiden, der Kreuzzüge, des sich entwickelnden Bergbaus in Serbien, aber direkte Kontakte gab es erst mit der Erweiterung des osmanischen Imperiums in Richtung des Herzens Europas, nach der Besetzung Ungarns im 16. und 17. Jahrhundert. Handelswege führten aus Griechenland und Kleinasien über Belgrad und Budina nach Wien und Leipzig. In Leipzig ist während des Mittelalters und der Reformation ein starkes Handels-, Universitäts- und Wissenszentrum entstanden. Die ersten Verbindungen schufen die Händler, unter denen auch Griechen, Serben, Rumunen und Zinzaren waren oder sein konnten. Sie würden auch die Schöpfer des Buchhandels sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

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